Mauersteine aus Karton

Durch ein Projekt *klick* von Marc Reusser im Finescalerr Forum *klick*, in dem er mit den Möglichkeiten für den Bau eines Modells/Dioramas ausschließlich aus Papier/Pappe experimentiert, ist mir die Ähnlichkeit der Mauersteine, die er aus Karton hat lasern lassen, mit den ausgestanzten Stücken eines Kamm-/Spiralbindegrätes aufgefallen. Ich habe daher aus Neugier den Abfallbehälter des nächstbesten Bindegerätes geleert und die Papierstückchen wie Mauersteine auf ein Blatt Papier geklebt.

Die realistische Nachbildung von Mauerwerk aus diesen ausgestanzten Abfallstückchen erschien mir machbar, vorausgesetzt diese Stücke sind nicht – wie üblich – so dünn wie Papier sondern z. B. aus Graupappe. Also habe ich mit ein paar Streifen Graupappe (Materialstärke: 1mm) einen Copy-Shop aufgesucht und darum gebeten, diese unter die Stanze des Bindegerätes zu legen und auszustanzen … und dafür natürlich verständnislose Blicke … und diese bereits mauersteinförmigen Kartonstückchen erhalten (gratis wohlgemerkt!).

Ich habe mir dann ein paar Graupappenstücke wie eine Mauerecke zusammengeklebt und angefangen, die ausgestanzen Kartonstückchen wie Mauersteine aufzukleben. Schwierig waren nur die Ecksteine: An diesen Stellen muss man einen Stein halbieren, eine Seite des halben Steines und die angrenzende Seite des ganzen Steines mit einem Cutter anschrägen und so zusammenkleben, dass die Klebefuge möglichst nicht sichtbar ist. Das ist mir nicht überall gelungen. Ich habe daher nach Fertigstellung des Mauerabschnittes auf die Ecksteine jeweils einen Tropfen Sekundenkleber geträufelt und die Klebefuge nach dem Aushärten mit feinem Sandpapier übergeschliffen.

Den Mauerabschnitt habe ich dann mit einer Mischung aus verschiedenen Acrylfarben gestrichen, was aber nach dem Trocknen sehr nachgedunkelt ist, so dass die Steine nicht mehr wie Ziegelsteine sondern eher wie Klinker aussahen.

Abschließend habe ich, dem Beispiel *klick* eines befreundeten Modellbauers folgend, in die Fugen echten Fliesenmörtel mit einem Pinsel eingewischt, den Überschuss ebenfalls mit einem Pinsel entfernt, dann alles mit einem matten Klarlack überzogen und zum Schluss mit Künstlerpastellkreiden ein wenig gealtert: