Gn15 Diesel Draisine #13

Diese Diesel Draisine ist vollständig selbst gebaut aus Polystyrol (Platten bzw. Evergreen-Profile), 1mm Messingdraht für die Griffe, Balsaholzleisten für die Beplankung und Kupplungen von Ozark®. Angetrieben wird diese Draisine/dieser Schienentraktor von einem Bachmann® Straßenbahnantrieb. Diese Bauform habe ich aus meiner ersten Draisine entwickelt, allerdings unter starkem Einfluss des Tm 68 der Rhb.

Da ich bisher meine wenigen Fahrzeuge nur auf einem Stück Flexgleis habe auf und ab fahren lassen, habe ich mir nunmehr einen Schienenkreis gebogen, der meinem angestrebten Radius – zumindest grob – entspricht. Bei einer Stellprobe habe ich jedoch festgestellt, dass sich – selbst bei der Verwendung von Kuppeleisen – wohl Schwierigkeiten mit meiner im Bau befindlichen Draisine #3 (gegenseitiges Aushebeln mit den Wagen) ergeben werden. So habe ich mich vorsorglich an den Bau eines weitgehend identischen Modells (Draisine #13) gemacht – allerdings 2 cm kürzer …

Die Bodenplatte ist aus Polystyrol (46 x 100 mm) zugeschnitten, in die Mitte habe ich die Beleuchtungsplatine meiner “geschlachteten” Straßenbahn (mit einem dünnen Streifen Polystyrol darüber) geklebt. Danach habe ich die Seiten und die Beleuchtungsplatine mit Polystyrolstreifen auf eine Höhe gebracht sowie vorn und hinten jeweils einen Polystyrolsteifen zur Stabilisierung quer eingeklebt. Die Antriebseinheit der Bachmann ® Straßenbahn wird von unten auf die Bodenplatte geschraubt, die Löcher dafür mit einem feinen Bohrer (z. B. 1mm) vorgebohrt.

Die Rahmenseitenteile habe ich, wie schon bei der Draisine #3, wieder in der bewährten Art – d. h. mit den beiden unteren Kanten zueinander – gezeichnet. Danach habe ich die Löcher für die Nieten gebohrt sowie die Bereiche, wo später die Unterkante des Rahmenseitenteils halbrund ausgeschnitten sein soll, mit einem Holzbohrer vollständig (d. h. kreisförmig) ausgebohrt. Nachdem ich die Stellen, wo sich an den Unterseiten der Rahmenteile Rundungen befinden sollen, durchbohrt habe, trenne ich die beiden Rahmenseitenteile mit einem Schnitt und habe so auf jeder Seite saubere Halbkreise. Die restlichen überschüssigen Teile ritze ich mit einem Cutter ein und entferne sie Stück für Stück, bis ich die gewünschte Form erhalte. Das Chassis hat dann zunächst einen einfachen Anstrich in „schmieriggrau“ erhalten.

Die bereits gezeichneten Teile der Front- und Heckpartie für den Aufbau befinden sich noch auf dem Polystyrolstück, weil man so leichter die Löcher für die Nieten bohren sowie die Fenster ausschneiden kann. Dabei ist mir der Bohrer abgebrochen, so dass ich die restlichen Löcher mit der abgebrochenen Bohrerspitze gebohrt habe. Anschließend habe ich die Fenster ausgeschnitten (Bild 03-0017).

Die Front- und Heckschürze des Chassis habe ich ebenfalls neu angefertigt, da ich das Chassis an sich auf ca. 53mm verbreitert habe; die Link & Pin Kupplungen sind von Ozark. Ich habe eine Art Geländer/Ladebordwand an dem Vorderteil der Draisine angebracht. Dazu habe ich 2 Löcher in die Grundplatte gebohrt und jeweils ein quadratisches Polystyrolprofil hineingequetscht und so weit wie möglich nach unten durchgeschoben, um Ihnen möglichst guten Halt zu verschaffen. An diese Profile habe ich dann quer einen Streifen Polystyrol geklebt. Vor- und Rückseite habe ich jeweils mit weiteren quadratischen bzw. rechteckigen Profilen beklebt, um der Ladebordwand mehr Struktur zu verleihen.

Die Vorder- Rück- und Seitenteile des Aufbaus sowie die Fenster wurden mit einem Cutter ausgeschnitten, es wurden unzählige Löcher gebohrt und mit ebenso unzähligen Nieten gefüllt. Die “runden Fensterecken” habe ich mit einem Holzbohrer in das Polystyrol hineingebohrt. Bei der nächsten Gelegenheit werde ich einen Stahlbohrer verwenden, da ich vermute, dass dieser Polystyrol besser schneidet. Die Nieten standen auf den Innenseiten der Teile noch über und mussten noch abgeschnitten werden, damit die Teile zusammengefügt werden können und die Nieten innen nicht zu sehen sind. Auch die Beleuchtungsplatine habe ich wieder ausgebaut und die Kabel, Vorwiderstand und LED neu verlötet und eingebaut. Die Lüftungsschlitze sind nach Art von Dallas Mallerich (Boulder Valley Models) erstellt, die Wartungklappengriffe aus 1mm Messingdraht gebogen.

Der Führerstand wurde dann – bis auf Kleinigkeiten – fertiggestellt und der Innenbereich mit einem ersten Anstrich versehen. Das Armaturenbrett und die Bedienelemente sind aus Polystyrolstücken, Geschwindigkeitsregler und Gangschaltung waren mal Stecknadeln, der Tachometer ist der Ausdruck (stark verkleinert) eines Fotos von einer alten Armatur. Ein wenig Alterung folgt, wenn der Anstrich komplett durchgetrocknet ist. Die Rückwand ist ebenfalls fertig und hat bereits den Innenanstrich erhalten. Sobald ich mit dem Innenraum fertig bin, kann die Rückwand montiert werden. Das Dach ist abnehmbar.

Das Projekt Diesel Draisine #13 ist jetzt (fast) abgeschossen. Es fehlen lediglich – immer noch – die Scheiben. Dafür werde ich durchsichtiges Polystyrol nehmen, welches mittlerweile auch plattenweise (klar) erhältlich ist.